Die Pension
Die Umgebung
Anreise
Kontakt und Impressum
|
Parco Nazionale del Pollino
- Größe
- 192.565 Hektar, damit der größte Nationalpark Italiens und einer der größten Europas. Er erstreckt sich über die Regionen Basilikata und Kalabrien.
- Berge
-
Beherrscht wird das Nationalparkgebiet vom Kalk-Massiv des Pollino mit fünf Zweitausendern: Serra Dolcedorme (2267 m), Monte Pollino (2248 m), Serra delle Ciavole (2127 m), Serra di Crispo (2053 m). Außerdem gehören zum Park im Norden der Monte Alpi (1900 m) und die noch unzugänglicheren Monti Orsomarso (bis 1987 m).
Bezeichnend für diese Gegend sind tiefe Taleinschnitte durch wasserreiche Flüsschen wie dem Lao (64 km) und Argentino (19 km). Nach Süden hin bricht das Pollinomassiv über 1900 m steil ab, durchschnitten von der Raganello-Schlucht.
- Flora
-
Charakterpflanze ist die Panzerkiefer, die in Italien nur hier vorkommt. Die Landschaft ist durch Buchenwälder geprägt, die in tieferen Lagen (1000–1500 m) von Ahorn, Schwarzkiefer und Hainbuche durchsetzt sind und in höheren Lagen (1500–1900 m) von der Weißtanne. In Lagen unter 1000 m stellt sich die übliche Mittelmeerflora mit Steineiche, Zerreiche, Eibe, Mastix und an den Wasserläufen mit Erle, Weide und Pappel ein.
Die Bergwiesen sind besonders artenreich: viele Orchideen, Enzian, Krokus, Narzisse, Afodill und sehr seltene Pflanzen wie die Schachbrettblume und die Gelbe Alpenküchenschelle.
- Fauna
-
Der Nationalpark Pollino ist das einzige Gebiet Italiens, in dem das Reh (eine italische Unterart) überlebt hat, aber nur knapp. In den 1980er Jahren wurde eine Population im Gebirgszug Monti Orsomarso wiederendeckt.
Es heißt, der Wolf sei zwischenzeitlich verschwunden und dann aus dem Zentralapennin wieder eingewandert. Die Wildkatze schleicht auf leisen Pfoten durch die weiten Wälder.
Einige Königsadler ziehen ihre Kreise über dem Park, nachts ruft der Uhu. Außerdem beeindruckt der Schwarzspecht, der größte unter den Spechten. Am Wasser fühlt sich der Fischotter wohl und auch verschiedene Salamander- und Molcharten.
- Entstehung
-
Die Idee, das Pollinogebiet zu schützen, wurde in den 1970er Jahren konkret, als der WWF den Plan einer Immobilienfirma, ein riesiges Wintersportzentrum zu bauen, verhindern konnte. Daraufhin erarbeiteten Naturschützer (darunter Franco Tassi) ein Konzept, wie das Gebirge geschützt werden kann. Ab 1977 liefen die Vorbereitungen für einen Regionalpark, der jedoch nie realisiert wurde.
Die Umsetzung des Nationalparks lief schleppend: 1988 war die Finanzierung geklärt, 1990 das zu schützende Gebiet definiert und erst 1993 eine Parkverwaltung eingesetzt mit Sitz in Rotonda. Dieses Jahr gilt als das offizielle Gründungsjahr des Nationalparks.
|